Der eine Link in der Instagram-Bio: so holen Sie mehr heraus
Ein Link ist wenig und gerade deshalb wertvoll
Instagram ist bekanntlich geizig mit Links: In Posts sind sie nicht klickbar, und im Profil gibt es genau eine Zeile dafür. Diese eine Zeile ist damit die einzige Brücke von Ihrem Profil zu allem, was außerhalb der App passiert, zum Shop, zum Anmeldeformular, zur aktuellen Aktion. Umso erstaunlicher, dass viele Profile dort seit Jahren denselben verstaubten Link zur Startseite stehen haben.
Die bessere Strategie: Behandeln Sie den Bio-Link wie ein Schaufenster, das regelmäßig neu dekoriert wird. Läuft eine Aktion, zeigt der Link auf die Aktionsseite. Steht ein Event an, auf die Anmeldung. Danach wandert er weiter zum nächsten Thema.
Warum ein Kurzlink in der Bio Sinn ergibt
Der erste Grund ist Optik: Eine kurze, saubere Adresse wirkt im Profil aufgeräumter als ein langer Pfad mit Parametern. Der zweite Grund wiegt schwerer: Messbarkeit. Instagram verrät Ihnen ohne Business-Auswertung kaum, wie viele Menschen den Bio-Link anklicken. Ein Kurzlink mit Aufrufzähler beantwortet die Frage direkt, auf der Verwaltungsseite sehen Sie die Klicks gesamt und im Tagesverlauf der letzten zwei Wochen. So erkennen Sie schwarz auf weiß, ob der Hinweis in der gestrigen Story etwas ausgelöst hat.
Der dritte Grund: Flexibilität über Instagram hinaus. Denselben Kurzlink können Sie in der Bio hinterlegen, in Stories erwähnen und auf den gedruckten Flyer setzen. Ein Link, alle Kanäle, ein Zähler. Wer es feiner will, erstellt pro Kanal einen eigenen Kurzlink für Social Media und vergleicht die Zahlen.
Der Klassiker: "Link in Bio" richtig ausspielen
Da Links in Posts nicht klickbar sind, hat sich der Hinweis "Link in Bio" etabliert. Damit er funktioniert, muss der Bio-Link zum Post passen, und genau hier scheitern viele Profile: Der Post bewirbt die Sommeraktion, der Bio-Link zeigt noch auf den Winterschlussverkauf. Deshalb gilt: Erst den Bio-Link aktualisieren, dann posten. In der Story können Sie den Kurzlink zusätzlich als Text ins Bild schreiben. Eine merkbare Adresse aus Domain und kurzer Zahl können Zuschauer sich sogar merken und später eintippen, bei einer klassischen Bandwurm-URL ist das illusorisch.
Bio-Link oder Linkseiten-Dienst?
Ehrliche Einordnung: Wer dauerhaft viele Ziele gleichzeitig anbieten will, etwa Podcast, Shop und Newsletter nebeneinander, fährt mit einer Linkseiten-Lösung gut, die mehrere Buttons bündelt. Wer dagegen fokussiert arbeitet, also immer genau ein aktuelles Ziel bewirbt, ist mit dem direkten Kurzlink besser bedient: ein Klick weniger für die Besucher, keine Zwischenseite, klare Messung. Viele kombinieren beides und nutzen den Kurzlink für zeitlich begrenzte Aktionen.
Praktischer Ablauf in zwei Minuten
Ziel-Adresse der Aktion kopieren, auf der Kürzungsseite einfügen, Kurzlink in die Bio setzen, in der Story ankündigen. Nach ein paar Tagen ein Blick auf den Aufrufzähler: Hat sich der Aufwand gelohnt? Da Aktionen selten länger als einen Monat laufen, passt die Laufzeit von 30 Tagen meist genau, und für Langläufer bleibt die Verlängerung über die Verwaltungsseite.
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