QR-Code auf Flyer drucken: Größe, Platzierung und Praxistipps
Die Größenfrage zuerst
Die häufigste Ursache für QR-Codes, die nicht funktionieren, ist schlicht: zu klein gedruckt. Als Faustregel hat sich das Verhältnis von eins zu zehn bewährt, der Code sollte mindestens ein Zehntel des Abstands messen, aus dem er gescannt wird. Für einen Flyer, den jemand in der Hand hält (etwa 30 Zentimeter Abstand), heißt das: nicht kleiner als 3 mal 3 Zentimeter. Für ein Plakat im Schaufenster, das aus zwei Metern gescannt wird, sind es schon 20 Zentimeter Kantenlänge.
Dazu kommt die Dichte des Musters. Je länger die Adresse im Code, desto feiner und kleinteiliger werden die Module, und desto schlechter scannt der Code bei gleicher Druckgröße. Hier zahlt sich ein Kurzlink doppelt aus: Ein Code mit 9044.de/932 als Inhalt ist deutlich gröber und robuster als einer mit einer 200-Zeichen-Adresse. Wie Sie an so einen Code kommen, steht auf unserer Seite zum QR-Code für Kurzlinks.
Kontrast und Ruhezone: die stillen Scan-Killer
Scanner brauchen dunkle Module auf hellem Grund. Schwarz auf Weiß ist der Standard und funktioniert immer. Dunkelblau auf Hellgrau geht meist auch, aber Gelb auf Weiß, invertierte Codes auf Fotos oder Codes über einem unruhigen Hintergrundbild sind Glückssache. Wenn das Flyer-Design dunkel ist, setzen Sie den Code auf eine weiße Fläche, statt ihn umzufärben.
Genauso wichtig ist die Ruhezone: ein freier, heller Rand rund um den Code, mindestens so breit wie vier Module. Rückt ein Rahmen, ein Foto oder Text zu dicht heran, verlieren viele Kameras die Orientierung. Die QR-Dateien von 9044.de bringen diese Ruhezone bereits mit, achten Sie nur darauf, dass sie im Layout nicht beschnitten wird.
Wohin mit dem Code auf dem Flyer?
Drei Regeln für die Platzierung. Erstens: nicht in den Falz. Ein Knick mitten durch den Code macht ihn oft unlesbar. Zweitens: nicht randlos bis zur Schnittkante, im Druck verschiebt sich der Beschnitt gern um ein, zwei Millimeter. Drittens: mit Aufforderung. Ein QR-Code ohne Text daneben wird ignoriert. Eine kurze Zeile wie "Scannen und direkt anmelden" oder "Alle Fotos vom Fest: einfach scannen" beantwortet die Frage, warum sich das Zücken des Handys lohnt.
Praktisch ist auch, den Kurzlink zusätzlich als Text daneben zu drucken. Wer gerade nicht scannen kann oder will, tippt die kurze Adresse ein, bei einem Nummern-Link wie 9044.de/932 ist das in Sekunden erledigt.
Vor dem Druck: testen, testen, testen
Drucken Sie den Flyer einmal auf dem Bürodrucker in Originalgröße aus und scannen Sie den Code mit mindestens zwei verschiedenen Handys, einem neueren und einem älteren Modell. Testen Sie auch bei mäßigem Licht. Erst wenn beide Geräte zügig auslösen, geht die Datei in die Druckerei. Dieser Fünf-Minuten-Test hat schon viele Auflagen gerettet.
Der unterschätzte Vorteil: das Ziel bleibt flexibel
Ein gedruckter Code ist unveränderlich, sein Inhalt auch. Wer die Original-URL in den Code packt und die Seite zieht später um, hat Altpapier produziert. Steckt dagegen ein Kurzlink im Code, bleibt der Druck brauchbar: Sobald das Ändern der Ziel-Adresse auf der Verwaltungsseite freigeschaltet ist, lenken Sie denselben gedruckten Code auf ein neues Ziel um. Für Speisekarten, Aushänge und alles mit längerer Lebensdauer ist das Gold wert.
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