Kurzlinks im Verein: von der Einladung bis zur Fotogalerie
Vereinsarbeit ist Linkarbeit
Wer ein Ehrenamt hat, kennt es: Die Anmeldeliste fürs Sommerfest liegt in einem Umfrage-Tool, die Fotos vom Turnier in einer Cloud-Galerie, das Beitrittsformular auf der Vereinswebsite, und die neue WhatsApp-Gruppe hat einen Einladungslink. All diese Adressen sind lang, kryptisch und müssen trotzdem zu Menschen jeden Alters gelangen, per Rundmail, im Gruppenchat, auf dem Aushang am schwarzen Brett und mündlich in der Versammlung. Genau an dieser Stelle spielen Kurzlinks ihre Stärken aus.
Der Aushang: Papier trifft Internet
Das schwarze Brett lebt, gerade in Vereinen. Aber eine 140-Zeichen-Adresse tippt niemand vom Aushang ab. Die Lösung ist zweigleisig: ein QR-Code für alle, die mit dem Handy davorstehen, und darunter der Kurzlink als Text für alle anderen. Eine Adresse wie 9044.de/932 bekommt auch das Vereinsmitglied fehlerfrei eingetippt, das mit QR-Codes nichts anfangen kann. Beim Druck des Aushangs helfen die Regeln aus unserem Ratgeber zum QR-Code auf Flyern: ausreichend groß, mit Weißraum, vorher mit zwei Handys getestet.
Die Versammlung: Links zum Vorlesen
Ein unterschätzter Vorteil von Nummern-Links zeigt sich in der Mitgliederversammlung: Man kann sie durchsagen. "Die Anmeldung findet ihr unter 9044.de Schrägstrich 932" funktioniert mündlich, ohne Beamer und ohne Zettel. Bei Buchstaben-Codes scheitert das an Verwechslern wie großem I und kleinem L, bei Original-Adressen sowieso. Auch am Telefon, etwa wenn ältere Mitglieder anrufen und nach der Liste fragen, ist die kurze Zahl Gold wert.
Rundmail und Gruppenchat
In der Rundmail verhindern kurze Adressen das klassische Problem zerbrochener Links, gerade bei Mitgliedern mit älteren Mailprogrammen. Im Gruppenchat sorgt der Kurzlink dafür, dass die Einladung auch nach dreimal Weiterleiten noch funktioniert. Und weil derselbe Link auf Aushang, Mail und Chat stehen kann, sieht der Verantwortliche am Aufrufzähler gesammelt, wie viele Mitglieder die Anmeldung überhaupt geöffnet haben, eine ehrliche Zahl, lange bevor die Rückmeldefrist endet.
Ein Workflow, der sich bewährt hat
Am reibungslosesten läuft es, wenn eine Person die Links fürs Vereinsjahr betreut. Sie kürzt die Adressen, sammelt die Verwaltungs-E-Mails in einem eigenen Postfach-Ordner und hat damit Laufzeiten und Zähler an einer Stelle im Blick, ganz ohne Vereinskonto bei irgendeinem Dienst, denn die Verwaltung läuft komplett per E-Mail. Die Laufzeit von 30 Tagen passt zum Veranstaltungsrhythmus: Einladung raus, Event, Fotos teilen, fertig. Für Dauerlinks wie das Beitrittsformular lässt sich die Laufzeit über die Verwaltungsseite verlängern, sobald die Funktion freigeschaltet ist. Und sollte ein Link mal versehentlich in die falschen Kanäle geraten, kann der Verantwortliche die Weiterleitung dort jederzeit selbst deaktivieren.
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